Europa Tour – Tag 29 – Zurück Richtung Süden

Heute morgen gab es erstmal einen Kaffee bei Peter. Es ist schön am Morgen jemanden zum schnacken zu haben. Für ihn ging es danach weiter zum Nordkapp, bevor er dann nach Finnland und Schweden weiterreist.

Bevor ich mich dann auf den Weg machte, stattete ich dem noch sichtbar leidenden Schweden einen Besuch ab. Vor lauter quatschen vergaß ich komplett die Zeit und so wurde es 12:00 Uhr bis ich vom Platz fuhr.

Das Wetter war ein absoluter Traum. Ein paar Wolken, blauer Himmel und angenehme 12 Grad. Herrlich bei diesem Wetter über die kleinen Sträßchen entlang der etlichen Fjorde zu fahren.

Überall gab es neue Sachen zu entdecken und die vielen, teilweise noch mit Schnee bedeckten Berge, Wasserfälle und Flüsse, lieferten ein herrliches Ambiente zum Motorrad fahren.

Bedingt durch die vielen Fotostopps, die man einfach einlegen muss, wenn man durch so schöne Landschaften fährt, fuhren immer wieder zwei polnische Biker an mir vorbei, dann mal wieder ich an ihnen und ein paar mal traf man sich beim tanken.

Nach einem kleinen Umweg, bedingt durch eine Fehlbedienung meines Navis, rechnete ich nicht mehr damit die beiden noch einmal zu treffen. 80 km vor meinem heutigen Tagesziel steuerte ich dann noch ein letztes Mal eine Tankstelle an und siehe da: die zwei Polen standen auch da.

So genossen wir noch einen letzten gemeinsamen Kaffee und verabschiedeten uns herzlich. Über den Tag hatte man sich doch ein bisschen angefreundet. Wenn ich mal nach Polen fahren sollte, soll ich mich bei den beiden melden. Für ein warmes Zimmer und ein Bett wäre dann gesorgt.

Es ist kaum zu glauben, wie viele nette und herzliche Menschen ich in den letzten drei Tagen kennenlernen durfte. Es ist schön so etwas zu erleben.

Die letzten Kilometer zu meiner heutigen Hütte war eine 8 km lange Schotterpiste, die durch ein Sumpfgebiet zu einem kleinen Dörfchen namens Skatvik, direkt am Meer führte.